Mi., 05. Okt.

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Leipzig

Leipzig denkt: Alarm und Utopie

Für Oktober 2022 plant das Transformatorenwerk Leipzig zusammen mit dem Expedition Philosophie e.V. und der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP) ein spartenübergreifendes interdisziplinäres Festival: „Leipzig denkt: Alarm und Utopie“.

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Leipzig denkt: Alarm und Utopie

Zeit & Ort

05. Okt., 19:00 MESZ – 08. Okt., 23:59 MESZ

Leipzig, Leipzig, Deutschland

Über die Veranstaltung

Für Oktober 2022 plant das  Transformatorenwerk Leipzig zusammen mit dem Expedition Philosophie e.V.  und der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP)  ein spartenübergreifendes interdisziplinäres Festival: „Leipzig denkt: Alarm und Utopie“.  In dessen Zentrum steht das gemeinsame offene, dialogische und  künstlerisch-performativ vermittelte Nachdenken über zentrale  gesellschaftliche Fragen: über unsere Ich-, Wir- und Weltverhältnisse  zwischen Alarm und Utopie.

Corona-Krise, Klima-Krise, Krieg in Europa, Krise der Demokratie,  Digitalisierung – wir leben in Zeiten gravierender gesellschaftlicher  Umbrüche. Unsere Gesellschaft muss sich über sich selbst verständigen,  über das, was auf dem Spiel steht – in grundsätzlicherer und tieferer  Weise als dies vielleicht in den vergangenen drei Jahrzehnten notwendig  gewesen sein mag. Zugleich werfen die medialen Umbrüche der vergangenen  Jahre – insbesondere der Siegeszug der sozialen Medien mit all seinen  ambivalenten Folgen – die drängende Frage auf, wie, in welchen Formen  und in welchen medialen Settings eine solche Verständigung überhaupt  noch gelingen kann. Wie kann man der Tendenz zur Bubble-isierung  des öffentlichen Diskurs-Raumes entgegenwirken und tatsächlich breite  gesellschaftliche Denk- und Verständigungsprozesse initiieren, in denen  unterschiedliche Weisen, die Welt zu sehen, unterschiedliche  Wertvorstellungen und Lebensformen produktiv miteinander ins Gespräch  gebracht werden? Wie kann an den Grundlagen dafür gearbeitet werden,  dass sich (mehr) Menschen nicht als passiv ausgeliefert, sondern als  Akteur*innen von und in persönlichen und gesellschaftlichen  Transformationsprozessen verstehen und erleben? Facettenreiche Formen  des gemeinsamen Nachdenkens und Interagierens, die vor allem durch eine dialogisch konzipierte Praxis gegenseitiger Verständigung und Begegnung geprägt sind, sind gefragt.

Das Festival „Leipzig denkt: Alarm und Utopie“ wird in  unterschiedlichen choreografischen Settings Räume für das gemeinsame  öffentliche Miteinander-Denken und Miteinander-Sprechen über relevante  Fragen kreieren und erproben. Dabei werden auf kreative Weise Elemente,  Impulse und gesprächsöffnende Setting-Ideen aus den Künsten mit solchen  aus der gesprächsorientierten und performativen Philosophie und den  Geistes- und Sozialwissenschaften verknüpft. Der Arbeits-Untertitel Denk-Gesprächs-Kunst-Festival ist also als dezidiert integrativ zu lesen. Das Festival zielt auf ein ‚Gesamt(denk-gesprächs-)kunstwerk‘ auf  das Erschaffen kreativer Denkatmosphären an den unterschiedlichsten  öffentlichen Orten, um für mehrere Tage eine ganze Stadt ins  Miteinander-Denken zu versetzen. Dazu werden durch das Festival auch die  Orte des Denkens gemixt und verschoben: Elemente des Theaters und der  Künste in die Universität geholt und umgekehrt geisteswissenschaftliches  und philosophisches Denken ins Theater oder auf öffentliche Plätze.

Das Programm besteht aus partizipative Gesprächsperformances,  Performativen Installationen, Literarischen Denkgesprächen, einem  philosophischen Denkspaziergang, dem Projekt „Streetphilosophy“ auf dem  Kurt-Masur-Platz, einem Club der toten Philosoph*innen, Philosophischen  Gesprächs-Salons. Impulsvorträge mit performativen Podiums- und  Publikumsdiskussionen, Künstlerischen Performances, Philosophische und  künstlerische Workshops, eine Lange Nacht der Utopien mit  unterschiedlichen Formaten wie einem Utopie-Slam und einem  Utopie-Debating. Zudem gibt es thematische Abend- und  Ganztagesveranstaltungen mit jeweils wechselnden Formaten und Settings –  u.a. zu „Gender-Leib-Streit“ und zum Thema „Selbsttransformationen?“.

Aufgrund des interdisziplinären Charakters des Festivals kommen  auch die Festival-Akteur*innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen:  aus den Künsten und ihren verschiedenen Sparten –  Literatur/Theater/Performance/bildende Kunst/Musik – ebenso wie aus den Geistes- und Sozialwissenschaften (u. a. Hartmut  Rosa) sowie der Philosophie (u.a. Rahel Jaeggi, Svenja Flaßpöhler) bzw.  aus der philosophischen Praxis. Zum dritten versammelt das Festival  Akteur*innen der Künstlerischen Forschung und Performativen Philosophie,  die schon seit Jahren genau an der Schnittstelle von Kunst,  Wissenschaften und Philosophie forschen und experimentieren und dabei  auch innovative künstlerische Denkgesprächsformate entwickeln (u.a. das  Zentrum für Performance Studies/Theater der Versammlung Bremen).

Kooperationspartner des Festivals sind u.a. LOFFT – Das Theater, die  Schaubühne Lindenfels, das Literaturhaus Leipzig, das Budde-Haus  Leipzig, die Moritzbastei Leipzig, die Universität Leipzig, der  Debattierklub Leipzig, das Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig, die  Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, das Zeitgeschichtliche  Forum…

Das Festival 'Leipzig denkt' wird aktuell (Stand: April 2022) gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsens, dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und privaten Spendern.

"Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen" wird zudem gefördert von der Dachstiftung für individuelles Schenken treuhänderische Stiftung im GLS Treuhand e. V. Weitere Förderanträge bei öffentlichen Einrichtungen sind gestellt,  jedoch zeichnet sich ab, dass uns hier ein Defizit von mindestens 7.500  Euro bevorsteht.

Deswegen suchen wir Sponsoren und Spendengelder! Unser Spendenkonto: Kontoinhaber: Transformatorenwerk Leipzig e. V. IBAN: DE88 8605 5592 1090 2846 39 BIC: WELADE8LXXX Sparkasse Leipzig

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