Über mich

Geboren 1980 im erzgebirgischen Eibenstock, begegnete mir die Philosophie schon in jungen Jahren. So befasste ich mich etwa mit Nietzsche, aber auch mit buddhistischer Philosophie und Ethik.

Nach dem Abitur zog es mich jedoch erst einmal zur Marine. In meiner 12-jährigen Zeit als Offizier habe ich mein erstes Studium der Staats- und Sozialwissenschaften absolviert, war als Bootseinsatzoffizier und Hörsaalleiter im Bereich U-Boote tätig und habe als Führungskraft und Dozent viel Erfahrung sammeln können. Nebenbei befasste ich mich weiter mit der Philosophie, etwa mit Camus, Habermas, Bourdieu oder Wilhelm Schmid. Gleichzeitig mit meinem „Ausstieg“ als Offizier konnte ich auch meine Promotion in Staats- und Sozialwissenschaften abschließen.

Danach studierte ich parallel Philosophie und Mediation, schloss ab mit Arbeiten über ein leibliches Verständnis sprachlicher Verletzungen (Merleau-Ponty) sowie über Verständigung & Anerkennung in der Mediation (Habermas/Honneth) und gründete schließlich meine Philosophische Praxis, in der sich meine verschiedenen Tätigkeiten, Ausbildungs- und Interessenschwerpunkte zu einem fruchtbringenden Ganzen kulminierten. Vertieft habe ich dies zusätzlich im postgraduellen Studiengang akademisch-philosophische Praxis an der Uni Wien.

Mittlerweile habe ich meinen Lebensmittelpunkt als Familienvater und Philosophischer Praktiker in Leipzig verortet. Seit 2012 bin ich freier Dialogpartner für Philosophische Praxis/Lebensberatung & Mediation und arbeite mit Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen an existenziellen und gesellschaftlichen Themen. Außerdem bin ich freiberuflicher Hochschuldozent an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Akademien.

Meine Schwerpunkte liegen in der Philosophischen Praxis (Dialog, Verständigung, Haltung, Transformation, Wahrheitspraxen, Leiblichkeit), der Ethik (Lebenskunst, Führungs- und Unternehmensethik) und der Sozialphilosophie (kritische Freiheit, Resonanz) sowie der Mediationsforschung (Mediation als potentielle demokratisch-sittliche Institution).

Initiator und Mitgründer des Transformatorenwerks Leipzig

Mein Ansatz ist in erster Linie ein existentiell-philosophischer, der immer wieder verschiedene Felder des Lebens und der Gesellschaft in den Blick nimmt sowie verschiedene Positionen in den Bereichen Ethik & Psychologie sowie Gesellschafts- & Sozialwissenschaften reflektiert. Mit der Einnahme anderer Perspektiven und Fragestellungen möchte ich den einzelwissenschaftlichen Tunnelblick vermeiden – keine psychologischen Verkürzungen, keine scheinbar zu weltfremden Abstraktionen und keine zu allgemeinen Aussagen, die nicht wirklich nah am Menschen sind.

Die Selbstsorge betrachte ich als den Kern der Arbeit an einer gelingenden Lebenspraxis, die über den Prozess bewusster und willentlicher Strukturierung durch (Ein-)Übung weitergeführt werden muss. Dabei schwingt die Orientierung an einer Idee des gelingenden Lebens für alle meine Arbeitsfelder stets mit. Zentral für mich ist dabei das Thema Haltung.

Ich verstehe mich vor allem als Philosophischer Praktiker, der Philosophie und Ethik für andere praktisch wirksam machen möchte. Inspiriert bin ich von vielen sehr verschiedenartigen und gegensätzlichen Geistern, weshalb es mir immer wieder schwerfällt, eine schwerpunktmäßige Verortung angeben zu können. Neben Sokrates, Spinoza, Nietzsche, Kierkegaard, Maurice Merleau-Ponty, Bernhard Waldenfels, Hannah Arendt oder Michel Foucault und Michael Hampe spielt aber vor allem Karl Jaspers eine große Rolle für mein Verständnis vom Sinn des Philosophierens:

"Philosophie ist das Denken, in dem wir uns dessen vergewissern, woraus wir leben, - was eigentlich ist, - wodurch wir sind, - was uns unbedingt ist, - in welchem Entschluß wir gründen, - ist damit das Denken, durch das wir dieses Denken denken, seine Gewißheit prüfen, seinen Sinn und seine Kriterien erhellen. Aber wahre Philosophie bleibt offen als die systematische Klärung unseres Grundwissens, das gleichsam der Rahmen ist dessen, was wir sind und was für uns ist. Philosophie klärt die Grenzen und Ursprünge alles dessen, worin und wodurch wir das je Bestimmte wissen und verwirklichen.“ (Karl Jaspers)

In meinem Tun möchte ich mehr Pragmatiker denn Theoretiker sein, mehr ein Mitspieler und nicht bloß ein Beobachter in der Welt. Es gilt, das richtige Maß und Verhältnis zwischen Gelassenheit und Engagement zu finden. Im Transformatorenwerk Leipzig übe ich mich darin experimentierend gemeinsam mit meinen Gefährten.

 
Leuchtturm des Lebens

Stationen | Ausbildung | Beteiligungen

Berufliche Stationen

- seit 2012 freier Dialogpartner für philosophische Lebensberatung & Mediation sowie Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und anderen Einrichtungen

- davor komplexe, verantwortungs- und anspruchsvolle Tätigkeit als Marineoffizier (12 Jahre, 1999-2011, zuletzt Bereich U-Boote); mehrjährige Führungs-, Ausbildungs- und Dozentenerfahrung

Akademische Abschlüsse

- Staats- und Sozialwissenschaften, Abschluss Diplom-Staatswiss. (univ.) und anschließender

- Promotion zum Doktor der Staats- und Sozialwissenschaften

- Masterstudium Philosophie mit Abschluss Master of Arts

- Masterstudium Mediation mit Abschluss Master of Mediation

- Akademischer Philosophischer Praktiker (Universität Wien)

Sonstige Aus- und Fortbildungen

- Ausbildung zum Mediator (univ.)

- Fortbildung zum systemisch-integrativen Coach bei dem zertifiziertem Coachinginstitut Dr. Björn Migge

- zertifizierter Kursleiter Stressprävention und -management, Stresscoach

Mitgliedschaften und Assoziationen (Auswahl)

- Transformatorenwerk Leipzig (Initiator & Gründungsmitglied)

- Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis (Mitglied im Vorstand seit Okt. 17)

- Berufsverband für Philosophische Praxis (Dozent im Bildungsgang und an der Akademie)

- Deutsche Stiftung Mediation (Bildungsreferat, wiss. Leiter Projekt „Mediation als Haltung)

- Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM)

- Deutscher Fachverband Coaching (DFC)

- Mitteldeutsches Forum Akademischer Offiziere (MFAO)

- Außergerichtliche Streitbeilegungsstelle für Verbraucher und Unternehmer e.V. (Gründungsmitglied und Streitmittler)

 
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Vorträge, Workshops und Seminare im Rahmen von Kolloquien, Konferenzen und anderen (Lehr-)Veranstaltungen seit 2016

  • Durch Sprechen verletzen – wie lässt sich Verletzen in einem leiborientierten Ansatz verstehen?

  • Parrhesia reloaded – das Wahrsprechen neu beleuchtet

  • Freiheit und Autonomie - Ideen und Konzeptionen

  • Resonanz - eine Einführung

  • Moral und Gesellschaft

  • Die Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit

  • Antike Lebenskunst - Ideen der Stoa

  • Kosmopolitisches Denken

  • Embodiment - Ein Blick auf unsere präreflexive Seite - die große Vernunft des Leibes?

  • Konzeption von Gesundheit als einer guten Haltung – ein Beitrag zur Selbstsorge

  • Leib, Leben, Leiden - Welche Rolle spielt die persönliche Haltung beim Thema Gesundheit?

  • Zwischen Salutogenese und Selbstsorge - Gesundheit als Haltung

  • Mediation als demokratisch-sittliche Institution? Eine sozialphilosophische Kritik und Verteidigung

  • Freiheit und Autonomie. Wie frei können wir sein? Wie frei wollen wir sein?

  • Dia- oder trialogische Konfliktvermittlung. Eine Idee von Mediation

  • Haltung – Eine philosophisch-praktische Expedition

  • Mediation & Wahrheit

  • Auf der Suche nach dem Eutopos des Denkens

  • Über Philosophische Praxis

  • Grundlagen der Führung: Selbstführung

  • Parrhesia & Philosophische Praxis – ein gefährliches Spiel?

  • Freiheit, Autonomie & Wilder Westen

  • (coming soon) Wahrheit halten – Haltung zur Wahrheit. Parrhesia und Haltung in der philosophischen Praxis

  • (coming soon) Wahrheiten und Mächte persönlicher Transformationen

 
 
 

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